Thursday, September 4, 2008

Nun aber über das Türkische :-)

Hallo nochmal,
da hatte ich do in der Überschrift auch nocht ein wenig über die Türkische Sprache versprochen und dann doch nichts geschrieben. Das will ich natürlich aendern:

Diese İnformationen sind natürlich in keinem Fall allumfassend doch ich möchte zumindest das Bild widergeben, dass sich mir als Lernendem bietet:

Für mich als Deutschen ist das Türkische gefühlt ziemlich weit entfernt. Der Aufbau von Saetzen ist anders, alles klingt sehr aehnlich und es gibt im Prinzip fast keine Wörter wie 'von', 'in', 'mit', bzw. stehen diese nicht als einfache Wörter da, sondern werden als Suffixe an Wörte angehaengt oder eingeschoben. Dazu nachher ein paar Beispiele. Überhaupt sind aus meiner Sicht die kleinen Wortanhaengsel das entscheidende im Türkischen. Darüber hinaus hat das türkische Alphabet auch noch ein paar Buschstaben mehr, dafür manche auch wieder nicht. Abgesehen davon werden die Buchstaben natürlich oft auch anders ausgesprochen, als wir es im deutschen tun.

Zu dem Aufbau von Saetzen ist vor allem zu sagen, dass der Unterschied zwischen Verb und Nomen oft nur in der Endung besteht. Ebenso ist es mit dem Anzeigen von Besitz, also Possessivendungen. Manchmal muss man auch aus dem Kontext schliessen, ob es jetzt 'ich bin ein Haus' oder 'mein Haus' heisst.

Die Tatsache, dass für unser Ohr sich das erstmal alles extrem aehnlich nahört, liegt in einer weiteren Charakteristik der Türkischen Sprache begründet; naemlich der Vokal- und Konsonatnenharmonie. Dieses Szstem diente ursprünglich dazu, unterschiden zu können, wann ein Wort zu Ende ist, da anscheinend früher alles aneinander geschriebenm wurde. So gibt es starke und schwache Vokale und starke und schwache Konsonanten. İn 90 Prozent der Faelle, ist in einem Wort nur ein Vokal- und ein Konsonatentyp vertreten und selbstverstaendlich werden auch die ganzen Endungen nach der Vokal- und Konsonantenharmonie angepasst, sodass in einem Wort durchaus mal dreimal hintereinander der gleiche Vokal vorkommt. Aus diesem Grund hören sich viele Sachen dann erstmal sehr aehnlich an, was das Verstaendnis natürlich nicht gerade erleichtert.

Es gibt aber auch etwas, was das Türkisch-Sprechen für mich angenehm macht; naemlich die Tatsache, dass die Aussprache, anders als zum Beispiel im Tschechischen, gut zu bewaeltigen ist und man nicht erst lernen muss, neue Laute zu formen. Ausserdem sind die Geschlechter der Wörter im Türkischen quasi ohne Bedeutung, also haben keine Auswirkungen auf die Endungen oder so ein Spass.

So, nun aber die versprochenen Beispiele. Das Ganze ist anhand des Wortes 'ev', was 'Haus' heisst.

evim - mein Haus oder ich bin ein Haus (das Ganze gibts dann natürlich noch für 'dein Haus', 'sein Haus', usw.)

evde - im Haus

evi - zum Haus (wie in 'wir gehen zum Haus')

evden - vom Haus

evli - mit dem Haus (das heisst übrigens auch verheiratet)

evler - die Haeuser

evin - des Hauses

Und, und, und. Soviel weiss ich dann auch noch wieder nicht...:-) Vielleicht spaetter dann nochmal mehr als nur mein erster Eindruck.

Allgemein komme ich aber inzwischen durchaus mit einfachen Konversationen zurecht und schaffe es, gemeinsam mit meinem treuen Begleiter meinem Wörterbuch, auch, mich einigermassen durchzuschlagen. Das ist allerdings auch notwendig, da ich bisher noch nicht soviele Türken getroffen habe, die gut Englisch sprechen. Das haette ich so nicht erwartet, aber es ist ja auch vornehmlich meine Aufgabe wenn ich hier bin, die Landessprache zu lernen.

İn diesem Sinne sevgiler ve selam (liebe Grüsse)!

2 comments:

Hendrik Türkei said...

Hier nur ein kurzer Hinweis von mir: Man kann anscheinend wirkli,ch nur kommentieren, wenn man ein Google-Account hat. Das wusste ich leider vorher nicht und das ist natürlich aegerlich.Hat jemand eine İdee, wie man das aendern könnte? Oder liege ich da doch falsch? Schreibt mir doch einfach eine NAchricht...
Viele liebe Grüsse,
Hendrik

hanjoa said...

Du hast Recht, Hendrik. Aber man kann sich den account einfach anlegen mit einem Namen und einem Passwort.