Sunday, December 7, 2008

İch im türkischen Radio!

Hallo!
Hier nur eine kurzer Hinweis für alle, die mich mal Türkisch sprechen hören wollen: Naechsten Dienstag also am 9.12.2008 um halb neun Uhr (deutscher Zeit) werde ich auf einem türkischen RAdiosender interviewt werden. Der grosse Bruder von einem Freund von mir arbeitet dort, und so wurde ich dorthin eingeladen.
Man kann sich das Ganze im İnternet anhören: http://www.gokayfm.com.tr/
Dort muss man dann oben rechts auf das Wındows Media Player Symbol klicken und los gehts.
Also, falls ihr Lust habt...:-)
Viele liebe Grüsse!

Saturday, November 29, 2008

Die Türkei und die Wahlen in den USA mit dem Sieg Obamas

Hallo.
Hier noch ein letzter kurzer Eintrag für heute. Nämlich zu der Türkischen Wahrnehmung der Wahlen in den USA:
Am schönsten erklärt habe ich das bisher in einem Satz gehört: "Das Herz der Türken freut sich über die Wahl Obamas, aber ihr Kopf hätte Mc Cain eindeutig vorgezogen!"
Kurz erklärt heißt das, dass die Türken durchaus einige Sympathien für Obama haben, auch weil er positiver erscheint als das Bild, das viele hier von den USA haben. Andererseits heißt es, Obama hätte angekündigt, er wolle den Armenischen Genozid als solchen anerkennen und sein Vizepräsident Joe Biden gilt ebenfalss (wenn nicht noch mehr) als stark von den Armeniern beeinflusst.
Das ist dazu dann auch schon alles, was ich beisteuern kann, aber vielleicht trotzdem eine interessante Notiz...
Viele liebe Grüße und vorraussichtlich bis in zwei bis drei Wochen!

Sensitive Themen in der Türkei 3: Die Kurdenfrage

Hallo!
Hier noch mein Eintrag zu einem weiteren empfindlichen Thema in der Türkei: Alles, was die Kurden, ihr Streben nach Unabhängigkeit, die PKK und die Rechte der Kurden als ethische Minderheit betrifft. Auch hier ist mein Wissen sehr vage, da auch dieses Thema, anderes als Atatürk,noch nicht mit so vielen Menschen diskutiert habe. Seht mir also bitte Fehler oder Ungenauigkeiten nach...

In der Türkei leben laut Wikipedia 10-15 Millionen Kurden, das sind knappe 20% der türkischen Bevölkerung. Das Gebit in dem sie ursprünglich lebten und wo auch die meisten heute noch leben ist der Südosten der Türkei mit dem Zentrum Diyarbakir. Außerdem leben Kurden im Nordirak, Syrien und im Iran. Dementsprechend würden auch diese Länder bei der Schaffung eines Kurdischen Staates Territorium verlieren. Die Kurden haben ursprünglich auch eine eigene Sprache, diese ist in der Türkei allerdings nicht als zweite Amtssprache oder Sprache in den entsprechenden Gebiet anerkannt. Dies geht unter anderem darauf zurück, dass bei der Gründung der Türkei die Kurden nicht wirklich als ethnisch andere Gruppe anerkannt und auf die Einheit der Türkei gepocht wurde. Sieht man die Kurden als Minderheit, genießen sie keine Minderheitenrechte, im Gegenteil, so zumindest die Aussage der Kurden und auch einiger Türken, werden sie oft diskriminiert.
Seit es den Türksichen Staat gibt (1923), gab es auch schon Versuche der Kurden auf mindestens Autonomie zu pochen. Diese wäre ihnen übrigens nach dem Abkommen von Sèvres, das durch den Türkischen Unabhängigkeitskrieg annuliert wurde, zugestanden worden, und es wäre sogar möglich gewesen, dass daraus ein türkischer Staat entstanden wäre. Mir scheint es auf jeden Fall, dass die Beziehungen schon seit Beginn des türkischen Staates nicht gerade die wärmsten waren.
In den 1980er Jahren kam dazu dann der bewaffnete Kampf der PKK. Ich habe hier gehört, diese wäre von Syrien ins Leben gerufen worden, um gegen Wasserentwicklungsprojekte der Türkei im Südosten vorzugehen. Klang für mich erstmal ziemlich abgedreht, doch es gibt durchaus ein paar Gründe, weshalb Syrien eine solche Haltung zum Vorteil gereichen könnte. In einer Region wie dem Nahen und Mittleren Osten, wo es Wasserknappheit oder zumindest Wasserstress (Die UN hat Wasserknappheit als unter 1000 Kubikmeter Wasser per capita pro Jahr und Wasserstress als zwischen 1000 und 1700 Kubikmeter Wasser per capita pro Jahr definiert) herrscht, ist ein Projekt, dass das Wasser, das aus der Türkei nach Syrien fließt, verringert, durchaus eine reale Bedrohung. Und die Kämpfe der PKK fingen im gleichen Jahr an, wie das Wasserprojekt der Türken.
In jedem FAll hat dieser bewaffnete Kampf, der, wie mir bisher von fast überall gesagt wurde, nicht von so vielen Kurden unterstützt wird, inzwischen schon unzählige Tote gefordert und eine deutliche Eskalation bewirkt. Dies hat, so kann ich mir vorstellen, sich auch einiges an Diskriminierung und Polarisierung verstärkt.
Für die Türkei geht es dabei nicht nur ums Prestige (auch wenn das sicher auch nicht zu unterschätzen ist), sondern auch um 40% ihrer Wasserressourcen!
Aufgrund der Tatsache, dass es in der Türkei nach wie vor den Wehrpflicht (und zwar ohne die Option eines Zivildienstes!!!) gibt und, so wie es scheint, diese Wehrpflichtigen auch im Kamof im Südosten gegen die PKK eingesetzt werden und dort auch sterben, betrifft dieses Thema hier jeden und die Verluste sorgen natürlich für weitere Angst und Polarisierung in der Bevölkerung.
So wie es sich für mich darstellt, findet, während wir hier in Ankara in Frieden studieren, im Südosten der Türkei tatsächlich mehr oder weniger ein Krieg statt. So sind seit ich hier bin, schon mindestens 20 türkische Soldaten in Kämpfen mit der PKK gestorben (manche Zeitungen schreiben auch ermordet worden).
In der politischen Arena gibt es auch ein Partei der Kurden, die DTP. Allerdings gibt es anscheinend Beweise, dass diese die PKK unterstützt und so scheint es so, dass diese Partei bald auch verboten wird.
Meiner Meinung nach gibt es dementsprechend ein ziemliches Debakel: Es scheint, die Polarisation ist soweit fortgeschritten, dass es kaum moderate Kräfte gibt (z.B. eine Partei, die die Sache der Kurden, also minderheitenrechte, Autonomie, usw. vertritt, aber sich nicht durch Unterstützung der PKK im türkischen Parlament disqualifiziert). Dementsprechend bleiben, so wie ich es sehe, den Menschen keine demokratischen Wege, um etwas an ihrer Situation zu verändern, was wiederum die PKK stärker macht, da es sicher einige frustrierte Menschen gibt, die dann zu den Waffen greifen. Dies ist sicher sowohl soziologisch als auch in Bezug auf Friedensforschung ein hochinteressantes Thema, das genauer untersucht werden sollte.

Wie erklärt, ist dieses Thema hier sehr sensibel. Das habe ich einmal erlebt, als ich mit einem Mitbewohner hier im Wohnheim diskutiert habe. In dem Fall war durch die vorherige Diskussion schon einiges von meiner diplomatischen Diskussionsweise verbraucht und ich habe unter der Ankündigung einer provokativen Aussage gesagt, dass die Kurden doch eigentlich auch nur für ihre Unabhängigkeit kämpfen, ebenso wie die Türken 1920-1923. Diese Aussage hat mein Gegenüber verletzt und die Diskussion danach hat kaum noch mehr als eine oder zwei Minuten gedauert! Das ließ sich zwar später wieder entschärfen, es hat mir aber doch sehr eindrucksvoll die Sensibilität dieses Themas vor Augen geführt!

Soweit mal wieder.
Viele liebe Grüße!

Sensitive Themen in der Türkei 2: Armenien

HAllo nochmal!
Ihr seht, wenn ich schreibe, dann auch wenigstens ein bisschen mehr!:-)
Hier jetzt also zum zweiten sensitiven Thema in der Türkei, das Thema des so genannten "so genannten Genozids". Dieser Eintrag wird deutlich kürzer sein, da mein Wissen zu diesem rudimentär ist und ich bisher aus den raren Diskussionen mit diesem Inhalt noch nicht so viel gelernt habe, deshalb möchte ich betonen, dass ich zu diesem Thema keine fundierte Meinung habe und hoffe, beide Seiten beleuchten zu können. Hier die paar Sachen, die ich weiß:
1915 entschied die Führung des Osmanischen Reiches, die 1,3 Millionen Armenier aus dem Gebiet in der heutigen Ost-Türkei weiter in den Süden (eher ins heutige Syrien) umzusiedeln.
Der Vorwurf lautet, dass dabei bis zu 1 Million Armenier gezielt direkt oder indirekt (durch die Deportation) umgebracht wurden. Damit wären die Vorraussetzungen für einen Genozid erfüllt.
Die türkische Seite bestreitet die Umsiedelung nicht und auch nicht, dass bei dieser Umsiedelung Menschen gestorben sind. es wird aber bestritten, dass das Ziel war, die Menschen umzubringen. Ebenso wird bestritten, dass wenn Armenier direkt getötet wurden, das durch die Hände von Soldaten war. Es wird eher als eine Reaktion der Bevölkerung auf den Krieg und die Verbindung von Armenien zum Feind Russland gesehen. Es wird außerdem angeführt, dass in der gleichen Zeit in dem Gebiet mehrere Millionen Türken gestorben seien, die toten Armenier also nur der proportionalen Verteilung entsprechen.
Soweit zu dem, was ich meine, verstanden zu haben. Wahrscheinlich habe ich durch einige falsche oder ungenaue Darstellungen jetzt sowohl Türken als auch Armenier beleidigt, doch ich wollte euch dies nicht vorenthalten und kann nur jeden ermuntern selber in dieser Angelegenheit mal ein wenig nachzuforschen!

Aber noch ein paar aktuellere Dinge. Aufgrund dieses Themas gibt es nach wie vor kaum diplomatische Beziehungen zwischen Armenien und der Türkei. Es war ein großes Thema, dass vor eineinhalb Monaten der Türkische Staatspräsident Abdullah Gül vom Armenischen Präsidenten eingeladen wurde, sich mit ihm das WM-Qualifikationsspiel zwischen Armenien und der Türkei anzusehen. Außerdem wird es nun wahrscheinlich eine Kommission aus Historikern aus beiden Ländern geben, die sich mit der Sache befassen sollen. MAl sehen ob und was daraus wird.

Es ist auf jeden Fall nach wie vor ein wichtiges Thema in der Türkei. So wird es jedem LAnd übergenommen, wenn es das Ganze als Völkermord anerkennt und es wird unterstellt, dass eine große und vor allem sehr einflussreiche internationale Armenische Lobby gäbe, die sich dafür einsetzt, dass es als Genozid anerkannt wird. Neulich schickte mir ein türkischer Bekannter bei Facebook eine Einladung zu der Gruppe "The biggest lie ever - the Armenian Genocide". Ich bin nicht eingetreten, würde aber bei meinem mangelhaften Wissensstand auch in keine andersherumgeartete Gruppe eintreten. Man sieht auf jeden Fall, das Thema ist nach wie vor sehr wichtig hier.

Soweit mal wieder viele liebe Grüße!

Sensitive Themen in der Türkei 1: Atatürk

Hallo!
Nun mal wieder ein Eintrag zu einem bestimmten Thema. Ich möchte gerne darstellen, was, meinem Eindruck nach, hier Themen sind, die für Türken emofindliche Punkte darstellen. Es ist klar, dass sich das von Person zu Person unterscheidet, doch ich möchte mich hier auf wenigstens drei größere Themen konzentrieren: Atatürk, Armenien und die Kurdenfrage/PKK (wobei das mit Sicherheit nicht gleichzusetzen sind). Hier mein Beitrag zu Atatürk:

Atatürk:
Ich habe ja vorher schon einmal ein wenig über Atatürk geschrieben, zum Beispiel, dass "Atatürk" VAter der Türken heißt, dass er es war, der die türkische Unabhänhigkeitsbewegung zwischen 1918 und 1923 sowohl politisch als auch militärisch angeführt hat, dass er es war, der den Türken ihre Sprache auch als Schriftsprache gebracht hat, das die Türkei ihm ihre bis heute in der Verfassung verankerte Säkularität zu verdanken hat und so manches mehr.

Man sieht, es gibt auch aus der Sicht von außen einiges, was man Atatürk mögen kann, aber definitiv zumindest als große und in vielen Punkten auch fortschrittlich anerkennen sollte!

Für viele Türken ist Atatürk mehr als ein guter Politiker und Militärstratege, er ist wirklich so etwas wie ein Vater! Dementsprechend ist es auch per Gesetz verboten, Atatürk zu beleidigen. Man könnte sagen, ebenso wie es die Moral verbietet den eigenen Vater zu beleidigen. Hier übrigens ein interessanter Hinweis, soweit ich weiß, ist es nicht verboten Atatürk zu kritisieren, sondern nur ihn zu beleidigen, ein kleiner aber feiner Unterschied. Allerdings passiert es quasi nicht öffentlich, dass Atatürk kritisiert wird und für viele Türken (so zumindest mein Eindruck) ist Atatürk fast mehr als ein Mensch, sodass Kritik schon zur Beleidigung werden kann. Das heißt nicht, dass alle türken Atatürk lieben (insbesondere sicher so manche der Regierungspartei AKP, der eine sehr islamische Ausrichtung vorgeworfen wird, sehen Atatürk in keinem rein posotven Licht), doch es gehört sich einfach nicht, eine solche Kritik öffentlich zu äußern.

Das ist natürlich nicht einfach für mich nachzuvollziehen, da meine Ansicht über Menschen und insbesondere über Politiker, die ist, dass niemand alles richtig machen kann, selbst wenn er oder sie noch brillant ist. Das habe ich in einer Diskussion in meinem brüchigen Türkisch von vor mehr als einem Monat mal versucht zu erklären, und sagte etwas in die Richtung "vielleicht hat Atatürk 99 Sachen richtig und 1 falsch gemacht" und es war eine Frage von Sekundenbruchteilen bis ich gefargt wurde, was Atatürk denn bitte falsch gemacht hätte. Dementsprechend hielten es zumindest einige meiner Bekannten hier auch durchaus für richtig, dass Youtube hier für über zwei Monate vollkommen gesperrt war (inzwischen ist es wieder offen), nur weil es dort Atatürk beleidigende Vidoes gab, die irgendwelche Griechen hochgeladen hatten.

Was denkt man, wenn man diese Dinge über die Türkei hört? Ich habe auf jeden Fall gedacht, dass es ein Beschneiden der Meinungsfreiheit ist und es hat mich erstmal dazu bewogen, alles, was Atatürk gemacht hat, immer erst mit einem kritischen, vielleicht auch überkritischen Auge anzusehen! Wenn man aber mit Menschen (und das ist möglich, wenn man sich nicht gerade plump anstellt und diplomatisch vorgeht), bekommt auch eine relativierende Sicht auf das Ganze.
Ich habe erstmal dazu geneigt zu denken, man müsse doch nicht so extrem empfindlich in Bezug auf ein historisches Ereignis sein, dass inzwischen schon 70 JAhre her ist (Atatürk starb 1938 an Leberzirrose). Doch wenn man kurz nachdenkt, fällt einem auch ein historisches Ereignis in Deutschland ein, dass mehr als 60 Jahre her ist, das uns aber trotzdem auch nach wie vor emotional stark beeinflusst und über das wir in der Öffentlichkeit nicht alle Meinungen zulassen, nämlich die Nazizeit.

Wenn man ein bisschen länger darüber nachdenkt, gibt es in der Emotion einige Parallelen. Zwar ist es im türkischen Fall eine positive und im deutschen FAll eine negative Emotion, doch beide sind nach wie vor sehr stark (würde ich zumindest mal behaupten). Ich habe hier schon zwei bis dreimal erleben müssen, wie jemand zu mir den Hitlergruß gemacht hat, und es gab kaum etwas, was mich mich bisher hier mehr verletzt hat. Denn bei mir hat dieses Nicht-respektieren meiner negativen Gefühle (wie zum Beispiel Scham) in Bezug auf die NAzi-Zeit, eine starke emotionale Bedeutung. Überempfindlichkeit???
Hier wird mir auch oft entgegengehalten, in Deutschland würden bestimmte Meinungen auch unterdrückt, Internetseiten geschlossen, usw, nämlich die, die behaupten, das in der Nazizeit war alles anders und damit im Prinzip unser Gefühl, dass wir in Bezug auf diese Zeit haben, beleidigt. Das Verbot der Falsch-Darstellung dieser Zeit ist auch in unserer Verfassung festgehalten.

Ich möchte an dieser Stelle, wie sonst auch in diesem Blog, nicht priorität eine Meinung vertreten, ich möchte nur meine Eindrücke und die Gedanken, die ich mir dazu mache, darstellen.
Wenn ihr eine andere Sicht auf das Ganze habt, schreibt doch gerne mal einen Comment, sodass wir darüber dann diskutieren können...:-)

Erstmal viele liebe Grüße!

Hier noch zwei Fotos


Mein türksicher Freund Emrah und ich neben ein Büste von Atatürk (übrigens in einem Militärmuseum unter einem Erinnerungsmahl für die toten Soldaten einer Schlacht des türkischen Unabhängigkeitsbemühungen):


















Hier ein Foto von einer bestimmt 20Meter hohen Statue von Atatürk (man betrachte zum Vergleich wie klein die Menschen unserer Reisegruppe sind) auf einem Hügel, der während der Schlacht am Sakarya-Fluss 60 km von Ankara an einem Tag sieben Mal (zurück) erobert wurde. Bei dieser Schlacht wurde der Vormarsch der Griechischen Armee auf Ankara gestoppt, was der Wendepunkt im türkischen Unabhängigkeitskrieg war. So ist auch die Symbloik der Statue als "Stop, nicht weiter!" zu verstehen.


































hallo nach einem langen Monat!

Hallo an alle, die nach so langer Stille immer noch auf diesen Blog schauen!

Ich könnte jetzt mal wieder schreiben, dass es mir sehr Leid tut, dass ich solange nichts geschriueben habe, doch ich sage lieber die Wahrheit, dass ich nicht sehr viel Zeit hatte und dementsprechend in der verbleiebenden Zeit nicht den Kopf hatte, Blog zu schreiben.

Deshalb diesmal auch eher mal ein Beitrag generell dazu wies mir geht und was ich so mache und nicht zu einem bestimmten Thema. Es sind inzwischen tatsächlich vier Wochen vergangen, seit ich das letzte

al geschrieben habe. In der Zeit ist einiges passiert:

Erst einmal habe ich hier 5 Mid-Term Exams hoffentlich relativ erfolgreich hinter mich gebracht. Das erforderte allerdings auch viel Arbeit, sodass viel Zeit auch einfach nur lesend am Schreibtisch draufging und für andere Aktivitäten nicht mehr viel Zeit blieb.


Abgesehen davon hatte ich inzwischen auch mal den ein oder anderen Konflikt mit manchen Menschen mit denen ich sehr eng zusammenlebe, viel davon aber mit Sicherheit auch die typischen Austauschschülerprobleme, geprägt durch kulturell unterschiedlich geprägte Wahrnehemungen und Konfliktverhaltensweisen. Vielleicht dazu nochmal mehr, aber bisher weiß ich da noch nicht genug...:-)


Es gab die Wahlen in den USA, die in Deutschland wahrscheinlich etwas anders wahrgenommen wurden als hier, dazu hoffentlich bald ein eigener Eintrag...


Außerdem habe ich letztes Wochenende Besuch von MAja, einer Freundin aus Marburg, die jetzt gerade mit Erasmus in Istanbul ist, bekommen und wir haben gemeinsam an einer eintägigen Museumstour teilgenommen, die von der Literaturfakultät hier organisiert wurde. Dabei haben wir unter anderem viel über den türkischen Unabhängigkeitskrieg gelernt, aber auch 3-4000 Jahre alte Stätten besucht, wie unter anderem das Grab von König Midas (König Midas kennt vielleicht als den Erfinder des Gordischen Knotens).


Mein Türkisch entwickelt sich stufenweise, doch relativ stetig, sodass ich inzwischen schon zu vielen Themen meine Meinung zum Ausdruck bringen kann. Dies ermöglicht mir inzwischen auch ansatzweise Diskussionen über sensiblere Themen, von denen es hier nicht zu wenige gibt (dazu werde ich auf jeden Fall nochmal etwas schreiben).


Zurzeit schreibe ich gerade noch an einer Hausarbeit (Die Al-Aqsa Intifada in ISrael/PAlästina ab 2000), aber nächsten Freitag werde ich zusammen mit meinem zurzeit wohl besten türkischen Freund, Emrah für 9 Tage seine Familie in Salihli in der Nähe von Izmir besuchen, da hier dann das Opferfest (Kurban Bayrami) gefeiert wird. Danach kann ich euch dann hoffentlich auch berichten, was es damit auf sich hat...:-)


Inzwischen steht auch der Winter zumindest vor der Tür und ich warte schon auf den ersten Schnee, den es ja in Deutschland zum Teil schon gab...


Soweit erstmal.


Viele liebe Grüße und einen schönen ersten Advent allen, denen das etwas bedeutet...


PS: Hier noch ein aktuelles Foto von mir:-)

Monday, November 3, 2008

Fotos aus Amasra am Schwarzen Meer und aus Göreme in Kappadokien

Hier also die Fotos:
Lotti und ich im Bus nach Amasra









DAs Meer in Amasra









Lotti




und ich




Die Felswohnungen in Kappadokien und ein Blick über Göreme (sorry für das Unscharfe)























Die türkischen Plattenladenbesitzer













Meine "Reisegruppe":-) (wie man sieht hatten wir durchaus eine Menge Spaß)

Reisen in der Türkei und ein Besuch von Lotti

Hallo nochmal!
Hier nochmal ein kurzer Eintrag zu meinen bisherigen touristischen Erfahrungen hier in der Türkei.
Vor einem guten Monat hatten wir ja eineinhalb Wochen Ferien wegen des Endes des Ramadan. Da kam (zu meiner großen Freude natürlich) Lotti mich besuchen und nach drei Tagen in Ankara haben wir noch gemeinsam ein paar Tage Urlaub in Amasra, einem kleinen 8000-Einwohner-Städtchen (das auch ein sehr beliebtes Reiseziel für Türken ist) gemacht. Trotz der geringen Größe hat Amasra einiges zu bieten, abgesehen natürlich von so tollen Sachen wie Meer und einer steifen Brise:-). In Amasra kommt man immer wieder am Wasser an, da es aufgrund der Lage gleich drei Meeresbuchten hat. Dazu kommt, dass die Stadt schon im Oströmischen Reich eine wichtige Position hatte und soweit ich weiß sogar Bischofssitz war.
Wir hatten das Glück, zu einer Zeit zu kommen, in der das Städtchen relativ leer war und wir hatten definitiv eine sehr schöne Zeit (Bilder wieder im nächsten Eintrag)!
Nachdem wir nach Ankara zurückgekehrt waren und Lotti (leider) wieder zurück nach Deutschland geflogen ist, bin ich mit 5 Ungarn und einem Italiener (alles Erasmusstudenten) nach Kappadokien in Zentralanatolien gefahren.
Kappadokien ist eine Region in der Türkei, die man gesehen haben muss! Aufgrund von Erosionen im (ich glaube) Sandstein haben sich sehr bizarre Landschaften gebildet, die manchmal eher dem Mond als der Erde ähneln. Früher (also vor einigen Jahrhunderten) wurden diese Formationen auch von Christen als Unterschlupf genutzt, sodass ganze unterirdische Städte entstanden. Naja, seht selbst. Wir hatten drei Tage eine Menge Spaß, wobei ich leider einen Tag krank war, sodass ich auf einen Ausflug leider verzichten musste.
Eine kleine Anekdote dazu noch: Wir waren in einem Plattenladen, wo die beiden Besitzer einfach so ab und zu für Touristen Musik machten. So kamen wir in den Genuss von türkischer Live-Musik. Da ich mich vorher für eine Gitarre interessiert hatte, wurde ich dann aufgefordert auch was vorzutragen, was ich nach einigen hilflosen Versuchen mich zu wehren dann auch tat. So habe ich in einem türkischen Plattenladen ein zwei deutsche Lieder gesungen und war glücklicherweise keinen Buh-Rufen ausgesetzt:-) war auf jeden Fall ein Erlebnis...
Soweit zu meinen bisherigen Reisen hier. Schon jetzt, obwohl mir noch drei Monate bleiben, wird schon klar, dass es soviel mehr Plätze gäbe, die ich gerne besuchen werde, als ich letzendlich die Möglichkeit haben werde. So ist das Leben...
Wieder einmal viele liebe Grüße!
Hallo endlich mal wieder!
Es tut mir leid, wenn ihr in den letzten drei Wochen vergeblich auf neue Einträge gehofft habt. Es war allerdings nicht nur meine Schuld:-) Mein Internet hat nach wie vor einige MAcken, sodass das in meinem Zimmer nicht so toll funktioniert. Dazu kommt ne ganze Menge Arbeit für die Uni (nächste Woche sind Mid-Term Exams) und dass zwischendurch noch Blogspot.com in der gesamten Türkei gespertt war, man also legal keinen Zugang hatte.
Aber genug der Jammerei, ich war auch so mit einigen anderen Sachen beschäftigt...
Hier also die versprochenen Fotos:



Das Mausoleum Atatürks



Eine Allee mit über 20 Löwen aus Stein, die auch
zu der riesigen Anlage des Anitkabir gehört


Die alte Ankaraer Festung


Ein Blick in die ungesicherte Tiefe auf der Festung



Atakule



Das Ankaraer Open Air Eisenbahn Museum




Und was man da sehen kann


Wie man siehts, hats mir gefallen:-)




Das Ankaraer Museum der alten anatolischen Zivilisationen









Sunday, October 12, 2008

Sightseeing in Ankara

Hallo mal wieder!
Ein weiterer Eintrag, der eigentlich schon lange auf sich warten lässt, ist ein wenig, über die Sehenswürdigkeiten in Ankara. Hiermit hole ich das nach. Hier übrigens nochmal die Anmerkung, wenn ihr über andere Sachen etwas wissen wollt, schreibt es einfach in die Comments oder schreibt es mir per E-Mail, die ihr ja eigentlich haben müsstet, oder? Ich freue mich immer über Fragen oder auch sonstige Rückmeldungen und eigentlich ist das ja auch der Sinn, eines interaktiven Blogs, oder?
Naja, also zu Ankara: Ich werde mich auf ein paar Sachen beschränken.

AnItkabIr - Das Mausoleum Atatürks
Kennt man in Deutschland Mustafa Kemal Atatürk? Er ist die wichtigste Person für die Türken überhaupt, da er sie im Unabhängigkeitskrieg 1920-1923 zur Unabhängigkeit geführt hat und die türkische Politik und Gesellschaft stark reformiert hat. Zu nennen wären unter anderem die Einführung von Türkisch als Schriftsprache, die strikte Trennung von Staat und Religion und vieles mehr. Deshalb hat er bis heute in der türkischen Gesellschaft einen hohen Stellenwert und beeinflusst in vielen Sachen auch noch die heutige Politik (Ich werde zu diesem Thema übrigens nochmal etwas schreiben, wenn ich wieder in Deutschland bin).
Es gibt wahrscheinlich kaum einen geeigneteren Ort, etwas über Atatürk (was "Vater der Türken" heißt), aber auch den Umgang der Türken mit deisem Teil ihrer Geschichte zu lernen, als das Mausoleum (wo Atatürks einbalsamierte Leiche aufbewahrt wird) und das angrenzende Museum über Atattürks Leben und wirken. Will man vieles ind er Türkei verstehen ist ein grundlegendes Wissen über Atatürk unverzichtbar. Das Tolle an der Sache, man muss keinen EIntritt bezahlen und kann sich alles umsonst angucken. Fotos wie immer im folgenden Eintrag.

Kocatepe Moschee
Die mit Abstand größte Moschee Ankaras, die egal von wo man über die Stadt guckt, das Stadtbild in ihrer Umgebung prägt. Interessanterweise wurde sie erst zwischen 1967 und 1987 gebaut. Der Innenraum ist absolut überwältigend, voll mit schön bewalten Wänden und Kuppeln und es bibt unter anderem auch ein Modell der Moschee in Medina zu besichtigen, dass mal ein Staatsgeschenk war. Fotos habe ich selber leider noch keine, aber es gibt ganz paar unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kocatepe_Camii

Ankara Kalesi - Die alte Ankaraer Festung
Das Gebäude ist inzwischen nur noch eine Ruine in der Ankaraer Altstadt. Diese Viertel mit dem Namen Ulus (Nation) ist inzwischen als das schlechteste und gefährlichste Viertel Ankaras bekannt und es wird davon abgeraten, dort alleine oder nachts hinzugehen.
Doch von der Festung aus hat man den wohl tollsten Blick über Ankara und es ist allgemein auch ein schöner Ort, um einfach mal sich mit einem schönen Ausblick hinzusetzen und die Gedanken schweifen zu lassen. Sicherheitsvorkehrungen gibt es da oben übrigens keine, man kann auf Mauern herumlaufen und direkt gehts 10 Meter in die Tiefe, aber so gefägrlich ist es dann auch wieder nicht...:-)

Atakule- Ein Aussichtsturm
Ein, soweit ich annehme, tatsächlich einfach als Aussichtsturm gebauter 125-Meter hoher Aussichtsturm, in dessen Spitze es ein sich drehendes schickes Restaurant gibt, das allerdings auch ziemlich teuer ist.
Aber eine Fahrt hoch auf den Turm lohnt sich auf jeden Fall und ist auch nicht allzu teuer (umgerechnet 1,50 Euro).

Das Ankaraer Eisenbahnmuseum
In diesem Open-Air-Museum kann man einige alte Dampfloks aus Deutschland, den USA und anderen Ländern sich angucken- und, was das Tolle an der Sache ist- auch betreten und beklettern. Niemand verbietet einem, wie eins die Lokführer selber über auf der Lok herumzulaufen und zu klettern. Man kann sich wirklich wie ein kleiner Junge im Paradies fühlen:-)

Das Ankaraer Museum der alten anatolischen Zivilisation
Dies ist wohl das berühmeteste Museum der Türkei, da man hier sehr viele mehrere Tausend Jahre alte Überbleibsel vieler großer Kulturen btrachten kann, wie zum Beispiel die der Hethiter, der Phryger, aber auch der Griechen und Römer. Man kann sehen, wieviele große Kulturen und Völker, die wir auch kennen, auf dem Boden der heutigen Türkei gelebt haben, was ich zumindest vorher nicht gedacht hätte. Insbesondere als Student eine sehr preiswerte Geschichtsstunde, die den Weg lohnt.

Soweit erstmal, doch es gibt natürlich noch andere durchaus sehenswerte Plätze in Ankar.:-)
Viele liebe Grüße!

Gastfreundschaft

Hallo mal wieder:-)
hier ein Eintrag mit einem Thema, das mich bereits beschäftigt, seit ich hier bin, odch über das ich bisher nicht geschrieben habe, da ich mir erstmal ein bisschen weiter ein Bild bilden wollte. Dieses Thema ist Gastfreundschaft, etwas, was ich hier, insbesondere da ich aus Deutschladn komme, hier als extrem ausgeprägt wahrnehme.
Das fängt damit an, dass wenn man nach dem Weg fragt, es einem durchaus passieren kann, dass der/die Gefragte Fremde einem nicht nur erklärt, wohin man gehen muss, sondern einen im übertragenen Sinne an die Hand nimmt und einen dorthin führt, selbst wenn das für ihn einen Umweg bedeutet und augenscheinlich nichts dabei herausspringt.
Ebenso habe ich es hier insbesondere am Anfang hier im Wohnheim erlebt, dass immer andere Menschen für mich bezahlt haben, wenn wir abends zusammensaßen und mir nicht einmal eine Chance ließen, selber zu bezahlen. (Zu dem Thema bezahlen hier später in diesem Beitrag noc einmal mehr.)
Ein anderes Erlebnis in diesem Zusammenhang hatte, als wir, als wir im Urlaub am Schwarzen Meer waren (dazu demnächst hoffentlich auch ein paar Fotos)abends vor dem gechlossenen Geschäft des Busunternehmens standen und uns ein Passant einfach so sein Handy anbot, um bei dem Unternehmen anzurufen, weil er dachte, dass wir dringend irgendetwas klären müssten. Gäbe es das in Deutschland?
Auf jeden Fall ist diese Gastfreundschaft für mich extrem ungewohnt und ich habe an meinen gedanklichen Reaktionen auf diese Erfahrungen bemerkt, wie schwierig es für mich (und ich glaube das lässt sich auf viele Deutsche übertragen) ist, diese selbst lose Gastfreundschaft als eben das anzunehmen ohne mir die ganze Zeit das Gehirn zu zermartern, was denn jetzt wohl der Hintergedanke der betreffenden Person dabei ist. Es scheint irgendwie unvorstellbar, dass man einem Fremden gegenüber einfach selbstlos handelt, nur um der Freundlichkeit willen.
Gleichzeitig bekomme ich hier oft die Frage gestellt, warum denn die Deutschen allgemein so kalt wären. Man sieht für die Menschen hier ist es genau andersherum...

Noch ein kurzer Kommentar zum Bezahlen allgemein: Es ist hier sehr normal, dass wenn man abends zusammensitzt, einfach jemand aufsteht und Tee für alle kauft oder so. Im Restaurant bekommt man immer nur eine Gesamtrechnung, denn es ist ungewöhnlich, dass jeder einfach für sich selber bezahlt. Türken begründen dass mit der Aussage, für sie sei Geld einfach nicht si wichtig und dann ist das so ja viel schöner. Für getrennt bezahlen gibt es folgerichtig im Türkisch eine Ausdrucksweise, die ich sehr lustig fand: "Alman usulü ödemek". Übersetzt bedeutet das in etwa "Nach der deutschen Methode bezahlen". Lustig, nicht wahr?

Meinem Gefühl nach gehören diese beiden Angewohnheiten vieler Türken eindeutig zu den Dingen, die mir hier am Anfang am meisten aufgefallen sind und mich auch nicht zu knapp irritiert haben. es erscheint vielleicht komisch, dass so banale Dinge mich so sehr irritierten, doch wenn man das selber mal erlebt, wie jemand einfach den Koffer abnehmen will und man nun, da es spät abends ist, nicht weiß, will diese Person mir nun helfen oder meinen Koffer klauen, wird vielleicht ein wenig eher verstehen, was ich meine. Ich bin mir durchaus dessen bewusst, dass all diese Dinge nicht auf alle Deutschen zutrifft, aber es scheint ja doch allgemein so wahrgenommen werden.

Auf jeden Fall hat das bei mir einige Fragen über uns Deutsche aufgeworfen, wie z.B.
Sind wir Deutschen wirklich so kalt und gastunfreundlich oder sind wir aus irgendeinem Grund nicht so sehr in der Lage das zu zeigen.

Kann es sein, dass Geld für uns wirklich einen unnötig hohen Stellenwert hat?

Gehen wir wirklich davon aus, dass niemand für uns aus Selbstlosigkeit eigene Unannehmlichkeiten, wie einen Umweg auf sich nimmt? Wenn ja warum?

Naja, vielleicht hat ja jemand von euch Antworten oder interesaante Gedanken zu diesen Fragen. Wenn ja, schreibt doch was in den Comments...:-)
In jedem Fall viele liebe Grüße!

Mal wieder ein Lebenszeichen und kurz zum Uniunterricht hier

Hallo ihr alle,
es tut mir Leid, dass ihr nun 3 Wochen auf meinen nächsten Eintrag warten musstet, doch ich war viel unterwegs, sodass das Blog-Schreiben für diese Zeit zurückstehen musste. Dafür gibt es jetzt viele neue Fotos, die ich euch zeigen kann:-). Nach nun eineinhalb Wochen Ferien hat letzten Montag hier die Uni so richtig begonnen und inzwischen steht mein Stundenplan. Hier also für die, die das interessiert mein Stundenplan (dabei muss berücksichtigt werden, dass ich hier nicht Politikwissenschaft sondern International Relations studiere, was natürlich eine gewisse Auswirkung auf die Unterrichtsfächer hat):

Montag: 9:00 - 11:45 Middle East Politics
Dienstag: 9:00 - 11:45 US Foreign Policy
Dienstag: 13:00 - 15:45 Water Politics
Mittwoch: 13:00 - 17:30 Türkisch Basiskurs
Donnerstag: 9:00 - 11:45 Turkish Foreign Policy
Freitag: 13:00 - 15:45 Balkan Politics

Insgesamt gefällt mir mein Stundenplan und der Unterricht hier ziemlich gut. Mein Eindruck ist, dass hier durchaus ein wenig mehr Fleiß unbedingt erforderlich ist, als in Deutschland. Auch in Deutschland bereitet man idealerweise Veranstaltungen ausführlich vor und nach, doch hier findet dann doch sehr viel mehr eine Kontrolle statt, ob Texte wirklich gelesen und Inhalte wirklich verinnerlicht wurden. Es scheint aber auch von Dozent zu Dozent sehr unterschiedlich zu sein, mal sehen, wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall muss man in jeder Veranstaltung eine schriftliche Mid-Term und eine ebenfalss schriftliche Abschlussprüfung ablegen. Dazu kommen, je nach Dozent, noch schriftliche Ausarbeitungen, Zusammenfassungen von Büchern oder Anderes.
So wie es aussieht werden alle (oder fast alle) meiner Kurse tatsächlich auf Englisch sein, was für mich natürlich von Vorteil ist; zumindest inhaltlich.
Soweit erstmal zu diesem Thema. Je nachdem schreibe ich später nochmal dazu, wenn ich sehe, ob mein jetziger Eindruck richtig war, oder nicht.
Also viele liebe Grüße!:-)

Monday, September 22, 2008

Ramadan

Hallo mal wieder,
ich hatte ja versprochen, es gäbe mal wieder etwas ernsthafteres von mir, hier kommt es.
Und zwar wird ja hier in der Türkei und in allen arabischen Ländern zurzeit der Fastenmonat Ramadan (Ramazan in Türkisch) gefeiert, oder vielleicht besser gesagt, gelebt, denn dieser Feiertag determiniert das alltägliche Leben in einer relativ starken Art und Weise.
Das Fasten während des Ramadans ist für jeden Muslim Pflicht (mit einigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Kindern, Schwangeren, Kranken, Reisenden und anderen) und ist eine der 5 Säulen des Islam.
Der Ramadan fällt jedes Jahr auf einen anderen Termin, da er nach dem Mond- und nicht nach dem Jahreskalender festgelegt wird, und dauert einen ganzen Monat.
In dieser Zeit wird zwischen Sonnenauf- und -untergang auf viele Sachen verzichtet. An erster Stelle auf sämtliches Essen und Trinken, aber auch auf Sex, böse Gedanken über andere, etc.)
Dementsprechend nehmen die Menschen je nachdem, auf welche Zeit der Ramadan fällt, mehr als 12 Stunden lang weder feste noch flüssige Nahrung zu sich! Das beeinflusst natürlich auch die Gestaltung des Essens am Abend. Es gibt dann nämlich zweimal Essen, einmal direkt nach Sonnenuntergang, ein zweites Mal gegen Mitternacht, um ein wenig für den nächsten Tag "vorzuessen".
Die Zielsetzung des Ramadan hat eine religiöse und soziale Seite: Die religiöse Seite betrifft die Motivation des Fasten, nämlich für alle. Die soziale Seite besteht darin, dass der Ramadan auch eine Solidarisierung mit all jenen, die immer nicht genug zu essen und zu trinken haben. Deshalb wird in dieser Zeit auch von jedem gläubigen Muslim eine Abgabe für Bedürftige gegeben (eine weitere der 5 Säulen des Islam). In dieser Zeit wird auch noch einmal besonders auf Gastfreudschaft insbesondere Hilfsbedürftigen gegenüber Wert gelegt. Das Ende des Ramadans wird dann mit einem dreitägigen Fest (auch Zuckerfest genannt) gefeiert (das habe ich allerdings noch nicht erlebt, da das erst am 29. September dieses Jahr anfängt).
Was bedeutet jetzt dieser Feiertag für das Leben der Menschen und für mein Leben hier?
Für das Leben der Menschen hier bedeutet das natürlich erstmal Entbehrung und eine Herausforderung an die Disziplin, aber auch den Stolz, wenn man durchhält und das Wissen, dass man das Ganze für Allah tut.
Für mich bedeutet das vor allem, sich genau zu überlegen, wieweit ich in der Öffentlichkeit esse und trinke, da das Gefühl der mich umgebenden Menschen meiner Vorstellung nach un je nach Orthodoxität von Neid bis auf Wut infolge einer Beleidigung ihrer Religion reichen kann. Allgemein verzichte ich dementsprechend auch auf öffentliches Essen und Trinken.
Darüber hat es mich interessiert, wie es ist, einen ganzen Tag weder zu essen noch zu trinken und so habe ich das für einen Tag gemacht (für mehr hat meine Motivation nach dem ersten Tag nicht gereicht) und ich muss schon sagen, dass das definitiv meinen Respekt vor den Leuten erhöht hat, die das den gesamten Monat machen, denn hart ist das schon, insbesondere wenn es warm ist.
Laut einer Umfrage bezeichnen sich übrigens 94 % der Türkinnen und Türken als religiös, allerdings fasten nach dieser Umfrage nur 20% der Menschen hier den gessamten Ramadan und 34% beten fünf mal täglich, wie es der Koran vorschreibt (für diese Zahlen vgl. http://www.turkishdailynews.com.tr/article.php?enewsid=115853).
Auch unter meinen Freunden hier sind viele, die nicht fasten.
Aber es ist schon interessant, wie die Religion hier dann tatsächlich auch das Bild in der Öffentlichkeit bestimmt. Wäre schon mal interessant, was nicht-Christen über den Einfluss der Religion auf das tägliche Leben in Mitteleuropa denken...
Soweit mein erster Beitrag über Religion (und ich glaube nicht, dass es der letzte war). Alles was ich hier geschrieben habe gibt das wieder, wie ich es verstanden habe, das kann also auch durchaus falsch sein, aber vielleicht motiviert es ja manche(n) mal über Wikipedia oder www.islam.de mehr zu dem Thema zu lesen.

Erstmal wieder viele liebe Grüße!

PS: Mein nächster Beittrag erscheint wahrscheinlich erst in zwei Wochen, da ich vorher nicht dazu kommen werde, aber er wird kommen!:-)

Wednesday, September 17, 2008

nur eine kleine Notiz zum Wetter

Mal wieder kurz hallo aus der Türkei,
ich wollte nur gerade berichten, dass ich heute zum ersten Mal erlebt habe, dass es hier geregnet hat. Nach der Wärme insbesondere im August tat das definitiv sehr gut, auch wenn sich die trockene Erde durch den herrschenden Wind zwischen zeitlich in einen kleinen Sandsturm verwandelt hat. Aber Regen und Wind, da habe ich mich schon fast zuhause wie in Ostfriesland gefühlt...:-)
Am Wochenende dann hoffentlich wieder einen sinnvolleren Eintrag...:-)
Viele liebe Grüße!

Sunday, September 14, 2008

Überleben auf den Straßen Ankaras

Hallo mal wieder,

da ich inzwischen seit einem Monat hier bin, beginne ich deutlicher zu merken, was genau die Unterschiede sind, die das Ungewohnte ausmachen. Das ist natürlich ein langer Prozess, so möchte ich mich erstmal einer Sache widmen, wo der Unterschied zu Deutschland augenscheinlich ist und der auch eine gewisse Art der Gewöhnung erfordert, nämlich das Verhalten im Straßenverkehr.

In Deutschland gibt es ja sehr deutliche Regeln für den Straßenverkehr und jeder verlässt sich auch darauf, dass diese eingehalten werden. Ein gutes Extrembeispiel ist die komische Situation, wenn Menschen an einer roten Fußgängerampel stehen bleiben, obwohl weit und breit kein Auto in Sicht ist.

Hier in Ankara ist das geringfügig (!) anders. Selbstverständlich gibt es auch hier Regeln, der Unterschied ist aber, dass im Straßenverkehr diese weder besonders erwartet, noch durchgesetzt, noch dass ihre Einhaltung von anderen Verkehrsteilnehmern erwartet würde. Rote Ampeln (auch für Autos) werden gerne mal überfahren, wenn es frei ist und man kann definitiv nicht erwarten, dass Autos für Fußgänger anhalten. MAn muss halt warten bis kein Auto kommt oder bis zu einer Ampel laufen...

Dazu ist es im Straßenverkehr auch deutlich lauter als bei uns. Das liegt an verschiedenen Faktoren, doch der Hauptfaktor ist mit Sicherheit der exessive Einsatz der Hupe. Mein Eindruck ist, dass die Hupe hier nicht als Warnsignal eingesetzt wird, sondern eher allgemeines Kommunikationsmittel im Straßenverkehr ist. Um sich zu grüßen, um potenzielle Fahrgäste (z.B. bei Taxis, von denen es echte Massen gibt) auf sich aufmerksam machen oder auch einfach, um dem Frust im Stau mal Luft zu machen. Hier käme garantiert auch niemand auf die Idee, dass man für unnötiges Hupen eine Geldstrafe bezahlen muss. Wieder einmal fällt mir auf, wieviel des Alltagsleben in Deutschland genau reguliert ist, während hier das halt so gemacht wird, wie es gerade passt. Für mich bedeutet das am Anfang so manchen Schreck, wenn zum Beispiel ein Auto nochmal Gas gibt, wenn es sich einem nähert, während man die Straße überquert, doch es scheint mir, für die Menschen hier ist das absolut kein Problem und letztlich passiert wahrscheinlich nicht mal wirklich mehr, da niemand damit rechnet, dass die Regeln eingehalten werden. Auf jeden Fall sehr interessant!

Interessant ist auch die Art und Weise, wie man sich hier fortbewegt. Erstmal gibt es zwei U-Bahnlinien (die eine heißt Metro, die andere Ankaray) und Busse und Taxis. Doch darüber hinaus gibt es etwas, was ich einfach nur genial finde; nämlich Dolmuse (gesprochen Dolmusche). Das sind Kleinbusse, die auf festgelegten Routen fahren, aber überall anhalten, wo ein Fahrgast ein- oder aussteigen will. Das ganze ist also eine sehr schnelle und effiziente Fortbewegungsmethode. Selbstverständlich, wird beim Losfahren nicht darauf gewartet, bis alle lange aus- oder eingestiegen sind und bezahlt haben. Das bezahlen geschieht während der Fahrt. Die Dolmus-Fahrer sind definitiv multitaskingfähig. So wird der Kleinbus mit einem Ellenbogen gelenkt, während er das Wechselgeld herausgibt und dabei noch zuhören muss, was die Leute sagen, für wieviele Personen bezahlt wird. Es ist sowohl vergnüglich als auch effizient Dolmuse zu benutzen und es ist auch kaum teurer als die Fahrt mit dem Bus. Eine Fahrt mit dem Bus kostet umgerechnet ca. 65 Cent; eine Fahrt mit dem Dolmus ca. 80 Cent. Aber das System funktioniert auf jeden Fall, auch wenn die Straßen zu bestimmten Zeiten eindeutig überfüllt sind. Aber es ist tatsächlich etwas, wo man einen deutlichen Unterschied zwischen Deutschland und der Türkei ausmachen kann.
Soweit mal wieder erstmal viele liebe Grüße!



PS: Hier auch nochmal ein Bild von einem Dolmus:-)


Noch ein paar Fotos zu meinem Wohnheim

Wenn auch mit ein wenig Verspätung hier noch ein paar Fotos von meinem Wohnheim und meinem Zimmer. Inzwischen bin ich allerdings innerhalb des Wohnheims umgezogen, sodass ich jetzt auch meinem Zimmer Internet habe..:-) Die Zimmer sind aber im Prinzip identisch, sodass es nicht wirklich einen Unterschied für die Fotos macht...




Hier erstmal ein Blick auf meinen Komplex des Wohnheimes (die rote Schrift auf dem Schild besagt übersetzt "Männer Studenten Wohnheim")












Die beschriebenen Drehkreuze samt der Beamten des Sicherheitsdienstes dahinter





Ein normales Zweierzimmer in meinem Wohnheim




Ich an meinem Schreibtisch :-)




Das erwähnte Gitter vorm Fenster gibt es übrigens nur im ersten Stock, also habe ich jetzt wieder freie Sicht:-)




Ein Blick auf einen Teil des Wohnbereiches des Campuses

Sunday, September 7, 2008

Mein Leben im Wohnheim

So, jetzt auch mit Text :-)
Nachdem ich nun meine erste Woche in dem Wohnheim hier auf dem Beytepe Campus meiner Universität hier in Ankara (Hacettepe) verlebt habe, hier nun ein wenig zu meinem Eindruck vom Leben in einem türkischen Wohnheim. Doch dazu zunächst ein paar grundlegende Gedanken.
Meines Erachtens gibt es in einer Gesellschaft bei sehr vielen Themen immer eine erzwungene Abwägung zwischen Sicherheit und Freiheit. Beides ist nicht zu bekommen, so ist immer eine Gewichtung dieser beiden Dinge vonnöten, bei der eine starke Gewichtung des Einen immer eine schwache Gewichtung des Anderen nach sich zieht. So müssen Eltern sich zum Beispiel entscheiden, wie weit sie, um ihrem Kind eine gewisse Selbstständigkeit zu ermöglichen, auf eine zu große Kontrolle oder auf ein zu großes auf-das-Kind-Aufpassen, verzichten, dadurch aber auch das Risiko erhöhen, dass ihrem Kind etwas passiert.
Was den Umgang mit Studenten hier angeht, ist mein bisheriger Eindruck, dass es eine extrem hohe Gewichtung der Sicherheit gibt und dafür durchaus den StudentInnen gewisse Freiheiten genommen werden, die in Deutschland selbstverständlich sind. Während in Deutschland ein Wohnheim im Prinzip nichts weiter als eine günstige Wohngelegenheit für Studenten ist, erfüllen die Wohnheime hier in der Türkei darüber hinaus noch eine Fürsorge- und/oder eine Kontrollfunktion. Um diese zu erfüllen werden auch klare Regeln aufgestellt: So muss ich immer um 12 Uhr "zuhause" sein und darf nur Freitags und Samstags bis zwei Uhr dem Wohnheim fern bleiben. Es gibt am Eingang des Wohnheims automatische Drehkreuze, durch die man nur mithilfe des Studentenausweises (der auch eine Chipkarte enthält, auf der Foto und Name, usw. gespeichert sind) gelangen kann. Außerdem gibt es da noch einen Wachdienst an diesem Drehkreuz, der rund um die Uhr aus mindestens einem Sicherheitsbeamten besteht. Wenn man mal für ein paar Tage wegfahren will, muss man das im Voraus anmelden. Darüber hinaus sind männlich und weibliche Studierende sehr effektiv getrennt, da sie in unterschiedlichen Häusern leben und Personen des anderen Geschlechts die jeweils anderen Häuser auch nicht betreten dürfen. Soviel zu den Regeln, die sich natürlich von Wohnheim zu Wohnheim unterscheiden (in manchen Mädchenwohnheimen müssen die Bewohnerinnen z.B. sogar schon um 11 zuhause sein), aber ansatzweise überall in der Türkei so oder so ähnlich existieren.
Ansonsten teilen sich immer zwei bis vier Personen ein Zimmer (in meinem Zimmer wird ab Ende September noch ein anderer Deutscher leben). Die Zimmer sind eher spärlich eingerichtet, aber groß genug. Ansich gibt es überall auch W-Lan, aber in meinem Zimmer funktioniert das bisher noch nicht so. Die Leute hier sind alle total nett (sowohl das Wachpersonal als auch die paar Studenten, die bisher da sind), sodass ich im Prinzip jeden Abend mit ein paar Leuten zusammensitze und Tee trinke. Das gefällt mir natürlich sehr gut und hilft mir sehr dabei, vieles hier kennen zu lernen.
In die Stadt (zum Beispiel im Moment zum Sprachkurs) ist es sehr weit (14 km), aber sobald die Vorlesungen anfangen, werde ich wohl sowieso nicht mehr viel in die Stadt hineinfahren, da es hier auf dem Campus alles soweit gibt; Supermarkt, Sportanlagen, usw.
Insgesamt gefällt es mir hier ziemlich gut, auch wenn es mit nicht gerade gefällt, so sehr kontrolliert zu werden und damit ja auch für nicht wirklich unabhängig anerkannt zu werden. Wie man sieht ist hier also die Sicherheit sehr viel wichtiger als die Unabhängigkeit oder Freiheit, alles nur selber zu bestimmen, so wie es ja bei deutschen Wohnheimen doch ziemlich stark ausgeprägt ist (Oder wie seht ihr das?). Allerdings habe ich auch schon von zwei Mädchen gehört, die hier abends nach 12 Uhr auf der Straße ziemlich penetrant belästigt wurden. Also macht es vielleicht tatsächlich Sinn, um diese Zeit nicht mehr draußen zu sein. Aber das kann ich bisher zumindest noch nicht abschätzen…
Soweit erst mal zu meinem ersten Eindruck von meinem Wohnheim, vielleicht dazu irgendwann noch mal mehr…

Ich und Türkisch, zwei Bilder ohne Wichtigkeit

Mein zurzeit wohl treuester Begleiter:-)











Meine beiden Lehrbücher, die wir alle beim Sprachkurs
zur Verfügung gestellt bekommen haben

Thursday, September 4, 2008

Nun aber über das Türkische :-)

Hallo nochmal,
da hatte ich do in der Überschrift auch nocht ein wenig über die Türkische Sprache versprochen und dann doch nichts geschrieben. Das will ich natürlich aendern:

Diese İnformationen sind natürlich in keinem Fall allumfassend doch ich möchte zumindest das Bild widergeben, dass sich mir als Lernendem bietet:

Für mich als Deutschen ist das Türkische gefühlt ziemlich weit entfernt. Der Aufbau von Saetzen ist anders, alles klingt sehr aehnlich und es gibt im Prinzip fast keine Wörter wie 'von', 'in', 'mit', bzw. stehen diese nicht als einfache Wörter da, sondern werden als Suffixe an Wörte angehaengt oder eingeschoben. Dazu nachher ein paar Beispiele. Überhaupt sind aus meiner Sicht die kleinen Wortanhaengsel das entscheidende im Türkischen. Darüber hinaus hat das türkische Alphabet auch noch ein paar Buschstaben mehr, dafür manche auch wieder nicht. Abgesehen davon werden die Buchstaben natürlich oft auch anders ausgesprochen, als wir es im deutschen tun.

Zu dem Aufbau von Saetzen ist vor allem zu sagen, dass der Unterschied zwischen Verb und Nomen oft nur in der Endung besteht. Ebenso ist es mit dem Anzeigen von Besitz, also Possessivendungen. Manchmal muss man auch aus dem Kontext schliessen, ob es jetzt 'ich bin ein Haus' oder 'mein Haus' heisst.

Die Tatsache, dass für unser Ohr sich das erstmal alles extrem aehnlich nahört, liegt in einer weiteren Charakteristik der Türkischen Sprache begründet; naemlich der Vokal- und Konsonatnenharmonie. Dieses Szstem diente ursprünglich dazu, unterschiden zu können, wann ein Wort zu Ende ist, da anscheinend früher alles aneinander geschriebenm wurde. So gibt es starke und schwache Vokale und starke und schwache Konsonanten. İn 90 Prozent der Faelle, ist in einem Wort nur ein Vokal- und ein Konsonatentyp vertreten und selbstverstaendlich werden auch die ganzen Endungen nach der Vokal- und Konsonantenharmonie angepasst, sodass in einem Wort durchaus mal dreimal hintereinander der gleiche Vokal vorkommt. Aus diesem Grund hören sich viele Sachen dann erstmal sehr aehnlich an, was das Verstaendnis natürlich nicht gerade erleichtert.

Es gibt aber auch etwas, was das Türkisch-Sprechen für mich angenehm macht; naemlich die Tatsache, dass die Aussprache, anders als zum Beispiel im Tschechischen, gut zu bewaeltigen ist und man nicht erst lernen muss, neue Laute zu formen. Ausserdem sind die Geschlechter der Wörter im Türkischen quasi ohne Bedeutung, also haben keine Auswirkungen auf die Endungen oder so ein Spass.

So, nun aber die versprochenen Beispiele. Das Ganze ist anhand des Wortes 'ev', was 'Haus' heisst.

evim - mein Haus oder ich bin ein Haus (das Ganze gibts dann natürlich noch für 'dein Haus', 'sein Haus', usw.)

evde - im Haus

evi - zum Haus (wie in 'wir gehen zum Haus')

evden - vom Haus

evli - mit dem Haus (das heisst übrigens auch verheiratet)

evler - die Haeuser

evin - des Hauses

Und, und, und. Soviel weiss ich dann auch noch wieder nicht...:-) Vielleicht spaetter dann nochmal mehr als nur mein erster Eindruck.

Allgemein komme ich aber inzwischen durchaus mit einfachen Konversationen zurecht und schaffe es, gemeinsam mit meinem treuen Begleiter meinem Wörterbuch, auch, mich einigermassen durchzuschlagen. Das ist allerdings auch notwendig, da ich bisher noch nicht soviele Türken getroffen habe, die gut Englisch sprechen. Das haette ich so nicht erwartet, aber es ist ja auch vornehmlich meine Aufgabe wenn ich hier bin, die Landessprache zu lernen.

İn diesem Sinne sevgiler ve selam (liebe Grüsse)!

Sprachkurs und ein wenig über das Türkische

Hallo mal wieder,
fast ist schon wieder eine Woche vergangen, also höchste Zeit für einen neuen Post. Da natürlich nicht jeder Tag so viele interessante Ereignisse mit sich bringt und es auch gerade oft die kleinen Ereignisse sind, die berichtenswert sind, werde ich von nun an meistens themenbezogene Berichte schreiben. Das bietet euch natürlich auch die perfekte Gelegenheit, mal nach einem Thema zu fragen...:-)

Da gerade am Anfang in einem fremden Land zumindest ein wichtiger Teil des 'Fremd-Seins' die tatsache ist, dass man nicht versteht, worüber die Menschen sprechen, hier mein Beitrag zu meinem Sprachkurs, von dem ich mir erhofft habe und nach wie vor erhoffe, dass er mich mit einer guten Basis für meinen Aufenthalt hier versorgen wird.

Mein Sprachkurs hat am 18. August begonnen (also vor bald drei Wochen), wird von der Gazi Universitaet (übrigens eine von acht Universitaeten in Ankara) organisiert und soll Erasmus-Student/İnnen mit einer Basis an Türkisch versorgen, bevor sie in der Universitaet anfangen, entweder auf Englisch oder Türkisch zu studieren. Der Kurs hat jeden Tag fünf Schulstunden; es faengt um 9 an, zwischen 12 und 13 Uhr haben wir eine Mittagspause und um 14:45 Uhr schliesslich frei. An den Kursen nehmen Stdentİnnen überalls aus Europa teil: Ungarn, Tschechien, Polen, Spanien, İtalien, Daenemark und natürlich. und das ist die mit Abstand grösste Gruppe, Deutschland.

Am ersten Tag kamen wır erstmal alle zusammen in einen Raum, wo wır einen Test schreiben sollten, anhand dessen, wir dann in drei verschiedene Schwierigkeitsstufen eingeteilt werden sollten. Allerdings war der Test so schwierig, dass man schon ziemlich gut haette Türkisch beherrschen können müssen, um erstmal die Fragen zu verstehen. Auf jeden Fall gaben so gut wie alle ziemlich schnell ihren Zettel ab. Das hat das Verteilen sicher nicht erleichtert. es hat dann schlşiesslich auch fast die ganze erste Woche gedauert, bis die Kurse vernünftig zusammengestzt waren. İch bin im Anfaengerkurs, was auch kein Wunder ist, da ich ja so gut wie kein Türkisch konnte, bevor ich hierher kam (Manche Leute haben schon mehrere Jahre vorher an ihrer Uni Türkisch gelernt).

İn unserem Kurs sind ca. 12 Studentİnnen und wir haben vier verschiedene 'Faecher', die auch von verschiedenen Lehrerİnnen unterrichtet werden. Das sind: Schreiben, Sprechen, Verstehen und Grammatik.

Pro Tag haben wir immer zwei verschiedene Faecher, sodass Sachen auch relativ ausführlich behandelt werden können. Nach inzwischen drei Wochen muss ich auch sagen, dass der Sprachkurs mir sehr viel gebracht hat. İch bin inzwischen immerhin in der LAge, einfache Konversationen zu führen (zumindest klappt das immer öfter) und auch mein grammatikalisches Verstaendnis hat sich deutlich erweitert. İm Gegensatz zu dem anfaenglichen Chaos ist der Sprachkurs ansonsten auch ziemlich gut organisiert und strukturiert; wir sind mit Lehrbüchern versorgt worden, die Lehrer sind ziemlich kompetent (abgesehen von der Tatsache, dass nicht alle so gut Englisch können, aber das ist auch nicht so schlimm) und inzwischen ist auch der riesige Berg an Papierkram (den es anscheinend gab) erledigt.

So bin ich durchaus zufrieden:-)
Das einzig Blöde ist, dass ich wahrscheinlich den Sprachkurs nicht bis zum Ende (26. September) werde besuchen können, da meine Uni schon früher anfaengt.

Naja, soweit erstmal...

Viele liebe Grüsse!

Friday, August 29, 2008

Eine Fahrt mit dem Nachtbus und mein erster Tag in Ankara

Sonntag, der 17. August 2008

Im Bus fand ich mithilfe eines freundlichen Mitarbeiters im Bus meinen Platz und setzte mich neben einen jungen Türken mit Brille. Ziemlich bald fingen der junge Mann und ich an, uns zu unterhalten. Sein Name war Murat und er studierte Mathe und Englisch auf Lehramt. Er fuhr nach Ankara um seine dort lebenden Eltern zu besuchen. Es war eine richtig schöne Unterhaltung, die wir da im Bus auf Englisch führten, während die meisten um uns herum schliefen, es war ja schließlich mitten in der Nacht. Es war eine wirklich interessante Busfahrt. Zunächst einmal gab es die ganze Zeit Getränke umsonst (für das Servieren fuhr extra ein Mitarbeiter des Busunternehmens mit!) und dazu sogar noch Snacks wie zum Beispiel Kuchen. Als wir ungefähr eine Stunde gefahren waren, erklärte mir Murat, dass wir soeben erst Istanbul verlassen hatten. Wir hatten tatsächlich eine Stunde gebraucht, nur um aus dieser großen Stadt herauszukommen!
Irgendwann wurden auch wir immer müder und da es doch noch an einer Stelle zwei freie Plätze gab, ging ich nach hinten, sodass wir es uns beide zum Schlafen etwas gemütlicher machen konnten. Irgendwann wurde ich wieder wach von der Stimme des Busfahrers, der uns mitteilte, dass wir nun eine 25-minütige Pause machen würden (das habe ich so natürlich nicht verstanden, aber Murat hat mir wieder alles übersetzt).
Als wir weiterfuhren war mein Schlafplatz besetzt, also schlief ich von nun an auf dem Platz neben Murat. Irgendwann wurde ich zwischendurch wach und sah im ersten Morgenlicht; es war inzwischen ca. halb sechs Uhr morgens, eine Wüstenähnliche Hügellandschaft, die auch genauso gut aus einem Traum hätte stammen können.
Irgendwann um halb sieben kamen wir in Ankara an und ich war natürlich trotz der Zeit, die ich geschlafen hatte echt müde. Murat zeigte mir den Weg, half mir noch dabei, mein Ticket zu kaufen, erklärte mir, wo ich umsteigen müsste und schließlich verabschiedeten wir uns und tauschten noch unsere E-Mailadressen aus. Ich fuhr so, wie er es mir geraten hatte.
Im Hotel (die erste Woche verbrachte ich mit zwei anderen Deutschen auf einem Dreierzimmer im Hotel, da ich nichts anderes gefunden hatte) frühstückte ich erst mal, weil ich meine beiden Zimmernachbarn nicht so früh aufwecken wollte. Irgendwann habe ich sie dann trotzdem aufgeweckt, da ich todmüde war und nur noch schlafen wollte. Ich legte mich dann erst mal ins Bett, während die beiden nach kurzer Zeit aufstanden. Die beiden zogen erst mal los, um sich Ankara anzusehen, während ich es vorzog, erst mal ein wenig zu schlafen. Am Abend gingen wir dann nochmal zu dritt in die Stadt, wo wir uns erst mal auf die Suche nach Flip-Flops machen wollten. Unsere Suche war zwar nicht von Erfolg gekrönt, doch kamen wir so an dem großen Straßenmarkt unseres Stadtteils (Ulus) vorbei. Dies muss man sich so vorstellen, dass es da eine lange winkelige und ein paar Meter breite Gasse ist, wo an beiden Seiten lautstark alle möglichen Waren feilgeboten werden: Klamotten, Schuhe, Süßigkeiten, Fleisch, Käse, Schafsköpfe, usw. Man konnte an keinem Stand vorbeigehen, ohne dass der Händler (allesamt Männer) direkt versuchte mit einem ins Gespräch zu kommen. Ich weiß nicht, wie oft uns an diesem Abend „nerelisiniz?“ (Woher kommt ihr?) nachgerufen worden ist, aber es war nicht nur einmal! (Die Antwort wäre übrigens „Ben AlmanyalIyIm“; ich bin aus Deutschland; gewesen).
Nach einem gemütlichen Abendessen setzten wir drei uns noch ein einen schönen Park, wo wir sehr gemütlich saßen, aber natürlich auch die perfekten Zielpersonen für Bettler oder „Minidienstleister“ (damit meine ich Menschen, die im Prinzip auch auf der Straße versuchen, von den Vorbeigehenden Geld zu bekommen, dafür aber eine Gegenleistung bringen, wie z.B. Schuhe putzen, Tee oder Kaffee, Taschentücher, etc. Anschließend gingen wir dann unseren ersten türkischen RakI trinken. Mein erster Eindruck von Ankara war der, einer sehr grossen Stadt, die allerdings ihre Sehenswürdigkeiten nicht so geballt praesentiert, wie İstanbul. Trotzdem mangelt es auch hier an Sehenswürdigkeiten nicht. Aber dazu spaeter mehr.

Thursday, August 28, 2008

Hıer ein paar Fotos von meinem Tag in İstanbul


Blick auf die blaue Moschee

Blick auf die Hagia Sophia

Türkischer Tee

Ein Blick in die Kuppeln der neuen Moschee am Bosporus

İch am Bosporus



Baklava (leider etwas unscharf)

Ein Tag in İstanbul

So, hier ist also nun mein erster Bericht. Er handelt von meinem ersten Tag in der Türkei, den ich in İstanbul verbrachte, da ich ja nicht nach Ankara sondern nach İstanbul gefolgen war, weil es so billiger war. Hier also mein Bericht:

16. August 2008
Am Morgen dieses Samstages wachte ich erst mal auf und mir wurde sofort klar, dass viel von der abendlichen Anspannung durch einige Stunden Schlaf vergangen war. Ich erfragte mir erst mal den Weg zum Frühstück, das auf dem Dach des Hostels statt fand, wo ich übernachtet hatte. So sah ich erstmals bei Tag die ganzen Ausmaße, aber auch die ganze Schönheit Istanbuls. Als Europäer ist gerade bei einem solchen Blick über eine große Stadt, aber, wie ich später feststellen sollte auch einfach so auf der Straße, eine der befremdlichsten Dinge die Tatsache, dass das Stadtbild nicht von Kirchen und ihren Kirchtürmen bestimmt wird, sondern gerade in Istanbul von unzähligen Moscheen und ihren vielen Minaretten! So wird schon mal deutlich, dass sich niemals vollstaendig von seinen (wie es immer so schön heißt) „christlich-jüdischen Wurzeln“ befreien könnte. Der Blick über diese Stadt und den sich im Bosporus berührenden Meeren (Marmarameer und Schwarzes Meer) war einfach überwältigend!
Nach dem Frühstück sprach ich mich erst mal mit Nezih (einem türkischen Freund von mir, den ich auf dem Conflict Handling Training Seminar in Passau kennen gelernt hatte) ab und verabredete mich mit ihm um 11 Uhr vor der Hagia Sophia, einem der Wahrzeichen Istanbuls. So machte ich mich auf den Weg. Ich kam ziemlich bald bei einer Moschee an, die sich aber als die blaue Moschee herausstellte. Es war bereits sehr heiß, doch ich musste mich trotzdem auf den Weg zu der anderen, der rötlichen Moschee machen, die ungefähr 500 Meter gegenüber der blauen Moschee liegt. Nach kurzer Zeit kam Nezih und wir kauften erst mal was zu trinken und Sonnencreme für mich. An diesem Tag besichtigten wir vieles; wir saßen in einem Park bei einem historischen Palast (ich habe leider den Namen vergessen), waren in insgesamt drei Moscheen und waren am Bosporus. Eine Besonderheit an Istanbul, die wahrscheinlich gerade Menschen aus Deutschland extrem auffällt ist die Tatsache, dass es unheimlich viele historische Gebäude gibt, da diese Stadt in der neueren Geschichte nie einer großen Zerstörung ausgesetzt war. Mindestens ebenso atemberaubend war es für mich, das erste mal eine Moschee von innen zu sehen. Die erste Moschee in der wir waren war die blaue Moschee (man musste übrigens keinen Eintritt bezahlen, egal ob Tourist oder Gläubiger!), die unter anderem wegen ihrer großen Zahl an Minaretten, nämlich sechs, bekannt ist. Am Eingang musste man natürlich erst einmal seine Schuhe ausziehen, da man die Moschee nicht mit dem Straßendreck betreten darf. Am Eingang standen zwei große Pappkartons mit Unmengen an Plastiktüten, in die man die Schuhe reintun konnte. Drinnen angekommen war ich erst mal wieder überwältigt. Denn der Innenraum der Moschee war riesig, da fast keine Räume abgetrennt sind und man dazu noch von unten in alle Kuppeln hineinsehen kann. Die Moschee wirkte unheimlich gemütlich, da von dem Steinboden nichts zusehen war, da dieser überall mit einem großen roten Teppich abgedeckt war. So konnte man in der ganzen Moschee einfach kreuz und quer rumlaufen, sich hinsetzen, verweilen, sich unterhalten, all das war möglich. Allerdings waren Touristen dazu aufgerufen den Teil, in dem die Leute beteten, nicht zu betreten, um diese nicht zu stören. Doch Nezih meinte, wir könnten uns ruhig darüber hinwegsetzen, solange unser Verhalten die Leute nicht stören würde. Er erklärte mir, dass es bei diesem Verbot vor allem darum ginge zu verhindern, dass die Betenden (Männer) durch Menschen (das Beispiel waren Frauen (-touristen) mit tiefem Ausschnitt), die die Betenden fotografieren, abgelenkt und in ihrer Konzentration gestört werden. Ich fragte ihn daraufhin, ob Frauen auch Moscheen zum Beten betreten dürfen und als er dieses bejahte wollte ich wissen, warum Frauen und Männer beim Beten getrennt sein sollen, sodass Frauen nicht direkt in diesem großen Innenraum beten konnten, sondern dafür auf Extraemporen oder Nebenbereiche mussten. Seine Antwort aenderte zumindest meinen Blickwinkel: Er erklärte mir, dass dies vor allem mit dem Körperkontakt beim Gebet zusammenhängt. Es leuchtete mir durchaus ein, dass unter der Prämisse, dass die Betenden nicht durch sexuelle Gedanken von ihrem Gebet abgelenkt werden sollen, zumindest ansatzweise Sinn macht, die Geschlechter zu trennen. Mein Gefühl der Ungleichbehandlung von Männern und Frauen konnte dies allerdings trotzdem nicht absolut beseitigen. Den Gedankengang fand ich trotzdem interessant…
Nach diesem Besuch in der Moschee machten wir uns auf den Weg zu einem Freund von Nezih, der in einem Zentrum zur Unterstützung studentische Belange arbeitet und gleichzeitig noch Imam ist. In diesem Zentrum wollten wir dann auch Mittag essen, da es dort für alle Studenten umsonst (!) Essen gab! Es war sehr nett und das Mittagessen (mein erstes richtiges türkisches essen, war sehr lecker und ich lernte auch gleich etwas. Ich trat nämlich ungewollt in ein Fettnäpfchen, als ich Nezih, weil ich absolut nicht mehr konnte die Hälfte von meinem Nachtisch anbot mit der Aussage ich könnte nicht mehr. Später lernte ich, dass es hier eine grobe Unhöflichkeit ist, Essen, dass einem angeboten wurde, das man also nicht bezahlt hat und das man angenommen hat, nicht aufzuessen.Glücklicherweise nahm mir das aber niemand übel…
Nach diesem Mittagessen gab es erst mal türkischen Tee, ein Getränk (übrigens auch schwarzer Tee so wie in Ostfriesland), das hier richtig viel konsumiert wird und bei dem man, oft nach dem Essen, einfach gemütlich zusammensitzt, sich unterhält, usw.
Es würde wahrscheinlich zu lange dauern, alles so ausführlich zu beschreiben, doch die geschilderten Erlebnisse waren definitiv auch die interessantesten an diesem Tag. Das heißt natürlich nicht, dass es gar nichts mehr zu berichten gäbe. Wir waren, wie bereits erwähnt am Bosporus, was natürlich schon auch toll war. Noch toller war allerdings als wir danach zu dem laut Nezih besten Baklavageschäft der gesamten Türkei gingen und Baklava mit Eiscreme aßen. Nur zur Erklärung da ich auch lange nicht wusste, was Baklava ist: Baklava ist Blätterteig der mit einer Pistaziencreme gefüllt, frittiert und schließlich mit einem Guss Honig überzogen wird. Lecker!
Am Abend kauften wir dann noch ein Ticket für einen Nachtbus nach Ankara, da mir wegen der Hitze davon abgeraten wurde tagsüber zu fahren. An diesem Tag habe ich wirklich viel gesehen und ich glaube ich habe erst in dem Moment wirklich realisert, dass ich in der Türkei bin.

Monday, August 25, 2008

Hier werde ich also über vieles von dem berichten, was ich hier erlebe, welche Erfahrungen ihc mache und was mir dabei so im Kopf herumgeht. Das Ganze waere natürlich langweilig, wenn ich einfach nur so vor mich hinschreiben würde. Deshalb seid auch ihr gefragt! Stellt Fragen, kommentiert oder diskutiert mit mir oder anderen über das was ihr lest! İch werde mir Mühe geben, möglichst viel an Fragen zu beantworten, soweit mir das möglich ist, doch ich kann für nichts garantieren, ihr kennt mich ja, oder?
Für die, die mich nicht kennen: ich bin Hendrik Burmester, 21 Jahre alt und habe letztes Jahr, also 2007 in Marburg angefangen, Politikwissenschaft zu studieren. Nun verbringe ich mein drittes Semester in der Türkei, wo ich seit dem 15. August 2008 bin.
Selbstverstaendlich steht dieser Blog jedem offen und falls viele Leute das interessiert, worüber wir hier reden, würde mich das natürlich freuen. Schon in dieser ersten Woch hier in der Türkei habe ich festgestellt, wie wenig ich eigentlich vorher über die Türkei und die Menschen, die hier leben, wusste und mit wie vielen Vorurteilen ich vieles, was ich erlebe betrachte. Somit ist es auch mein Ziel, jedem und jeder, den es interessiert, dieses Land - oder zumindest meine Sich von ein wenig naeher dran, nahe zu bringen.
İn diesem Sinne also viel Spass!
İch hoffe, mein erster Bericht über den ersten Tag in der Türkei wird mogen online gehen.
Bis dahin sevgiler (liebe Grüsse)...

Hezlich Willkommen!

Hallo,
erstmal herzlich Willkommen zu meinem Blog über meine Zeit in Ankara und in der Türkei!